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Kurzbiographie
Rika Unger wurde 1917 in Stettin geboren als dritte Tochter eines Pfarrers, der seit 1932 als Seelsorger an der Strafanstalt in Münster tätig war. Rika Unger besuchte die Freiherr-von-Stein-Schule, machte dort das Abitur und studierte anschließend Volkswirtschaft und wurde gleichzeitig Jugendleiterin. Während des zweiten Weltkrieges wurde sie als Nachrichtenhelferin eingezogen. Gleichzeitig begann sie bei Arnold Schlick Bildhauerei zu studieren. Erste Erfolge - so der erste Preis bei einem Wettbewerb - ermutigten sie, den künstlerischen Weg weiter zu gehen. Nach den Wirren der Nachkriegszeit und der in Not geratenen Familie ihrer Schwester vervollständigte sie ihre Ausbildung in der Künstlerkolonie in Darmstadt, in Holland und durch Studienreisen nach Frankreich, Italien und Griechenland. Seit 1950 arbeitete sie als freischaffende Künstlerin. In Münster befinden sich mehrere Werke z.B. der Zyklus "Jede Saat trägt Frucht" auf dem Waldfriedhof Lauheide. In ihrem Werk hat Rika Unger die unterschiedlichsten Materialien verwandt. Zwei Techniken prägen besonders ihr Werk; die Technik der Monorisse und die Leuchtplastiken, d.s. Gefäße aus Terrakotta, in die Lichter gesetzt werden und die in einem dunklen Raum ihre Lichtwirkung entfalten. 1997 erhielt sie in der Schweiz den Willy-Fries-Preis für ihr künstlerisches Werk. Rika Unger starb im September 2002. |
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